Von Schubladen, Außerirdischen und Bratwürsten

Die soziale Konstruktion von Geschlechterrollen

Von Schubladen, Außerirdischen und Bratwürsten

Die soziale Konstruktion von Geschlechterrollen

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird es." Dieses bekannte Zitat von Simone de Beauvoir lässt sich auch auf diejenigen übertragen, die gewohnheitsmäßig „Mann" genannt werden sowie auf die, die in diese Bezeichnungen noch nie gepasst haben oder damit hadern, was sie alles nach sich ziehen.

In diesem Vortrag wollen wir das immer noch weit verbreitete Konzept von zwei fixen Geschlechtern hinterfragen, die dann sogar noch ganz viel darüber aussagen sollen, was „männliche" und „weibliche" Individuen alles tun und lassen sollten oder gut können. Von Geburt an scheint es ohne die Unterscheidung nach dem körperlichen Geschlecht - „sex" - nicht zu gehen, und von da an soll dieses dann auch noch unser soziales Geschlecht - „gender" bestimmen.

Der Vortrag soll zeigen, dass es nicht nur politisch und soziologisch problematisch ist, Menschen in die Zwangsjacken dieser vorgegebenen Identitätskategorien zu stecken – die obendrein viele Geschlechtsidentitäten komplett ignorieren – sondern, dass alle ein Stück freier werden, wenn sie sich bewusst machen, dass aus der vermeintlich unanfechtbaren biologischen Natürlichkeit ihrer Vulven, Penisse oder wie ein Körper noch aussehen kann, erst mal relativ wenig folgt.

Bild: Jessica Andersdotter