„A gross, crooked, dirty, rotten, lying sack of shit“?

Lüge und Wahrheit im Aufstieg des Rechtspopulismus

„A gross, crooked, dirty, rotten, lying sack of shit“?

Lüge und Wahrheit im Aufstieg des Rechtspopulismus

Von der AfD zum Front National, von Trump zur Brexit-Kampagne: Rechte PopulistInnen in aller Welt scheint ein höchst flexibles Verhältnis zur Wahrheit zu einen. Donald Trumps Beraterin Kellyanne Conway kleidete deren Weltsicht in zeitlos schöne Worte: Man verbreite keine Unwahrheiten, man verfüge schlicht über „alternative Fakten“.

Gleichzeitig wird jenen Instanzen, die gewöhnlich das Vertrauen genießen, unparteiisch zu berichten und gesellschaftliches Wissen zu sortieren, die Legitimität abgesprochen. CNN und Co. werden zu „Fake News“, deutsche Medien zur „Lügenpresse“.

Nun mag der US-Präsident ein „gross, crooked, dirty, rotten, lying sack of shit“ sein, wie der Comedian Louis C.K. meint. Doch die weltweiten Erfolge rechter PopulistInnen verweisen auf einen tiefen Bruch der Vertrauensverhältnisse in unseren Gesellschaften. Wir befinden uns mitten in einer Krise politischer und kultureller Autoritäten.

Im Vortrag und der gemeinsamen Diskussion geht es darum, wie Rechte diese Krise der Autoritäten nutzen, um autoritäre Politik durchzusetzen – und wie ein anderer Umgang damit in Zeiten der „postfaktischen Politik“ aussehen könnte.

Referent Benjamin Opratko ist Politikwissenschaftler am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) und Redakteur des mosaik-Blogs (mosaik-blog.at).